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Versorgung in Nordrhein-Westfalen

 

Versorgung in Nordrhein-Westfalen

 

Grußwort der Ministerin


Birgit Fischer,
Ministerin

„Aufatmen in Nordrhein-Westfalen“, unter diesen programmatischen wie auch ambitionierten Titel haben der Deutsche Allergie- und Asthma-bund sowie die Patientenliga Atemwegserkran-kungen ihren gleichnamigen Wegweiser gestellt.

Erstmalig wird hier ein systematischer Überblick über Häufigkeit und Verteilung pneumologischer Krankheitsbilder wie Asthma bronchiale, chronische Bronchitis oder Lungenemphysem in Nordrhein-Westfalen gegeben. Daneben werden die entsprechenden ambulanten und stationären Behandlungs- und Versorgungsstrukturen dokumentiert. Hier ist insbesondere die gute stationäre pneumologische Versorgung in Nordrhein-Westfalen mit derzeit im Rahmen des Kranken-hausplans anerkannten 21 Fachabteilungen für Lungen- und Bronchialheilkunde hervorzuheben. Darüber hinaus runden Kontaktadressen von pneumologischen Fachärzten sowie von Patientenvereinigungen und Selbsthilfegruppen in Nordrhein-Westfalen die Informationen im Wegweiser ab.

Mit dem Wegweiser wird betroffenen Menschen und deren Angehörigen eine Informationsquelle geboten, die einen wichtigen Beitrag zur Ver-besserung der Lebensqualität chronisch Asthma- und Bronchitiskranker leisten kann. Angesichts stetig steigender Fallzahlen chronischer Atemwegserkrankungen und der sozio- ökonomischen Bedeutung entsprechender Krankheitsbilder für die Gesundheitsversorgung erhoffe ich mir aber auch wichtige Impulse für den fachöffentlichen Diskurs um eine Weiter-entwicklung der bestehenden nordrhein-westfälischen Versorgungsstrukturen.

Nordrhein-Westfalen hat mit seinem Landesgesundheitsportal Gesundheit.NRW.de bereits entscheidende Grundlagen für eine qualitätsgesicherte Patienteninformation geschaffen. Es ist vorgesehen, die in diesem Wegweiser gesammelten Informationen auch über dieses Gesundheitsportal einer breiten Öffentlichkeit in NRW zugänglich zu machen.

Einstweilen bedanke ich mich bei allen, die an der Erstellung des Wegweisers beteiligt waren, für ihr außergewöhnliches Engagement und beglückwünsche sie zu dieser vorbildhaften Broschüre.

Birgit Fischer,
Ministerin für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen

aktualisiert am 09.04.2007

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Ärztliche Mitglieder der Projektgruppe

Prof. Dr. Dietrich Berdel
Marienhospital Wesel
Pastor-Janßen-Straße
46438 Wesel
Telefon 0281/ 104-0

Dr. Frank Friedrichs
Rathausstraße 10
52072 Aachen
Telefon 0241/ 171096

Prof. Dr. Nikolaus Konietzko
Ruhrlandklinik
Tüschener Weg 40
45239 Essen
Telefon 0201/ 4334001

Dr. Klaus Moritz
Sülzgürtel 16
50937 Köln
Telefon 0221/ 414538

Norbert K. Mülleneisen
Königsberger Platz 5
51371 Leverkusen-Rheindorf
Telefon 0214/ 8202125

Prof. Dr. Gerhard
Schultze-Werninghaus
Krankenanstalten „Bergmannsheil”
Med. Klinik und Poliklinik
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Telefon 0234/ 302-0

Prof. Dr. Helmut Teschler
Ruhrlandklinik
Tüschener Weg 40
45239 Essen
Telefon 0201/ 4334003

aktualisiert am 09.04.2007

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Die Situation in Nordrhein-Westfalen

Die epidemiologischen Daten für Nordrhein-Westfalen zeigen, dass nahezu drei Million Menschen unter Atemnot und / oder Husten leiden und dass also ein Sechstel der Bevölkerung auf ein „Aufatmen” hofft. Es muss für Nordrhein-Westfalen (wie für Deutschland insgesamt) zum jetzigen Zeitpunkt aber befürchtet werden, dass die Erwartungen der Betroffenen bei begrenzten finanziellen Ressourcen und anhaltenden defizitären Versorgungsstrukturen in den nächsten Jahren nur sehr bedingt erfüllt werden können.

Neben leitliniengerechter und von Fachkompetenz überwachter Therapie, neben Prävention und Rehabilitation, neben intensivierter Physiotherapie und Hilfe von Patientenvereinigungen sind vor allem strukturelle Veränderungen zu Gunsten der Pneumologie (= Lehre von den Atemwegs- und Lungenerkrankungen) im Bereich der stationären Patientenversorgung sowie in Forschung und Lehre notwendig. Zusätzlich sind vernetzte Strukturen auf den verschiedenen Versorgungsebenen zu fördern. Dies alles könnte am ehesten helfen, die Krankheitsprozesse der Volkskrankheiten Asthma bronchiale, chronische Bronchitis, Lungenemphysem und COPD zu begrenzen und so nicht nur zu einem beträchtlichen Gewinn an Lebensqualität der Be-troffenen, sondern auch zu einer substanziellen Kostensenkung führen.

Einwohnerzahl (Bevölkerung am 31.12.1999)

17.999.800

davon Jugendliche / Kinder (unter 18)

3.503.313

bzw. Erwachsene

14.496.487

Prävalenz für Asthma bronchiale

bei Kindern / Jugendlichen ca. 10%*

350.331

bei Erwachsenen ca. 5 %*

724.824

Prävalenz für chronische Bronchitis,
Lungenemphysem und COPD

bei Erwachsenen
ca. 12 %*

1.739.578

Krankheitshäufigkeit von Asthma bronchiale,chronische Bronchitis, Lungenemphysem un COPD in Nordrhein-Westfalen

* Bei den Daten der Prävalenz
(Krankheitshäufigkeit) handelt es sich um Annäherungsdaten, die sich auf ganz Deutschland beziehen. Über die Epidemiologie von Asthma bronchiale und chronischer Bronchitis informiert ausführlich das „Weißbuch Lunge 2000”.

Quellenangaben:

  • Konietzko N, Fabel H (Hrsg):
    Weißbuch Lunge 2000.
    Georg Thieme, Stuttgart, 2000
  • Lopez AD, Murray CJL:
    The global burden of disease,
    1990-2020. Nature Medicine 4: 1241, 1998
  • Murray CJL, Lopez AD:
    Mortality by cause for eight regions of the world. Global Burden of Disease Study.
    Lancet 349: 1269, 1997
  • Statistisches Bundesamt (Hrsg):
    Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland.
    Metzler-Poeschel, Stuttgart, 998
  • Statistisches Bundesamt (Hrsg):
    Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland.
    Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1999
  • AOK Bundesverband:
    Krankheitsartenstatistik 1996.
    Bonn, 1998
  • HBVK Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften:
    Geschäfts- und Rechnungsergebnisse der gewerblichen Berufsgenossenschaften 1997.
    Sankt Augustin 1998.

aktualisiert am 13.08.2004

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Herausgeber:

 

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.
Die Deutsche Atemwegsliga e.V.
Die Deutsche Atemwegsliga e.V.
 

Die Herausgeber danken:

dem Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein Westfalen,

vertreten durch
Herrn Helmut Breitkopf

sowie der Firma 3M Medica,

vertreten durch
Frau Sabine Kemper

und der Firma Zambon GmbH

vertreten durch
Herrn Dr. Thomas Blatter

für ihre großzügigen
Zuwendungen und ihre
Mitarbeit

sowie den
ärztlichen Mitgliedern
der Projektgruppe

und Frau Beate Konietzko für ihre engagierte Zusammenarbeit mit dem ausführenden Projektteam

Idee und Redaktion:
PCM, Oppenheim
0 61 33 / 20 21

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