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Krankheitszeichen

 

Krankheitszeichen

 

Husten

Husten ist das willkürliche oder unwillkürliche kräftige Ausstoßen der Atemluft durch die unter Druck gepresste Stimmritze im Kehlkopf. Dabei entstehen in der Kompressionsphase im Brustraum Drucke zwischen 60 und 180 Torr (180 Torr entsprechen einem Druck, den z. B. ein Taucher in einer Wassertiefe von etwa 2.50 m auszuhalten hat), und in einigen Bronchialabschnitten werden Flussgeschwindigkeiten von nahe der Schallgeschwindigkeit erreicht. Husten ist dem Grunde nach ein für den gesunden Körper wichtiger und notwendiger Schutzreflex: zusammen mit den Aufgaben der Bronchialschleimhaut ist Husten einer der Grundpfeiler der Selbstreinigung der mit der Umwelt ständig in Verbindung stehenden Atemwege. Erst wenn sich Qualität und Quantität des Hustens ändern, gilt Husten als Krankheitszeichen, aber natürlich nie als Krankheit selbst.

Husten kann produktiv, also mit Auswurf verbunden sein, und je nach Grundkrankheit kann die täglich Sputummenge zwischen 1 und 500 (!) ml betragen. Sehr viel seltener ist Husten unproduktiv, nämlich dann, wenn kein Sekret vorhanden ist oder wenn das Sekret zu zäh ist, um abgehustet werden zu können. Möglich ist auch ein unproduktiver Husten dann, wenn ein Kollaps der kleinen Atemwege vorliegt (Beispiel Lungenemphysem), der dann ein Abhusten verhindert. Ähnlich wie bei der Atemnot sind auch die Ursachen eines Hustens vielfältiger Natur, und das Spektrum der diagnostischen Maßnahmen ist mitunter sehr groß. Das wichtigste „Behandlungsprinzip” des Hustens ist immer die Klärung der Ursache. Das gilt für Kinder genauso wie für Erwachsene. Erklärungen wie "Raucherhusten ist normal” oder "Das verwächst sich” sind unbefriedigend und gefährlich. Findet man eine Ursache, dann ist in der Regel eine Behandlung möglich und erfolgversprechend.

Mögliche Ursachen von Husten

Ohne Auswurf:

  • Entzündungen der Atemwege
  • bei Kindern: frühes Stadium eines Asthma bronchiale
  • Fremdkörper in den Atemwegen (Nüsse, Spielzeugteile, Holz, Gräten)
  • Kontakt zu Reizgasen (z. B. Chlor)
  • Tumore (z. B. Lungenkrebs)
  • Lungenembolie
  • Lungenfibrosen
  • Blutstauung in den Atemwegen („Herzasthma”)

Mit Auswurf:

  • Eitrige Entzündungen der Atemwege und des Lungengewebes (Pneumonien)
  • Asthma bronchiale

Mit blutigem Auswurf:

  • Schwere bakterielle und virale Lungenentzündungen
  • Lungenkrebs
  • Lungenembolie
  • Fremdkörper in den Atemwegen.

aktualisiert am 07.04.2003

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Herausgeber:

 

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