 |
Atemnot gehört wie der Schmerz zu den elementaren
Empfindungen des Menschen: ein Sinn wird darin liegen, den menschlichen Körper
vor unnützer „Überlastung” zu schützen. Atemnot ist
immer subjektiv, ein Mißempfinden eines einzelnen Menschen, auf andere
nicht zu übertragen. Atemnot ist das Gefühl, für das in der Regel
nicht spürbare Atmen, Arbeit leisten zu müssen, Arbeit, die mal mehr
und mal weniger schwer fällt.
Atemnot kann nur annäherungsweise quantifiziert werden, erforderlich
sind dann verschiedene Lungenfunktionsverfahren (Spirometrie, Bodyplethysmographie,
Blutgasanalysen, Spiroergometrie). Das Spektrum der möglichen Krankheiten
mit Atemnot ist groß. Da nicht nur Erkrankungen der Atmungsorgane selbst
zu berücksichtigen sind, sondern auch z. B. Erkrankungen des Herzens, der
Brustwand oder der inneren Drüsen, macht die Klärung der Ursache von
Atemnot u. U. langwierige und aufwendige Untersuchungen erforderlich, z. B.
bildgebende und endoskopische Verfahren.
Mögliche Ursachen von Atemnot
Atemwege:
- Asthma bronchiale, Bronchitis
- gutartige und bösartige Tumore (Lungenkrebs)
- Fehlbildungen der Atemwege
- Pseudokrupp
Lungengewebe:
- bakterielle und virale Pneumonien (Lungenentzündungen), Tuberkulose
- Lungenfibrosen (z. B. die sog. Staublunge)
- Lungenemphysem
Lungengefäße:
Rippenfell:
- Entzündungen und Vernarbungen
- Pneumothorax
Brustkorb:
- Kyphoskoliose
- Bechterew-Krankheit
- extremes Übergewicht
Herz:
- Leistungsminderung des Herzmuskels nach Herzinfarkt, bei Hochdruck, bei
Herzklappenfehlern
Innere Drüsen:
- Überfunktion der Schilddrüse
Blut:
- sehr starke Blutarmut (Anämie)
Gehirn:
- bei Hirntumoren oder nach Schlaganfall oder Gehirnentzündung
Psyche:
- Hyperventilationssyndrom im Rahmen von Angst, Schmerz oder Stress.
|
 |