Unter Lungenemphysem wird eine unwiderrufliche Lungenüberblähung
infolge Zerstörung von Lungengewebe verstanden. Hauptursache des Lungenemphysems
ist das Rauchen, auch hohe Schadstoffkonzentrationen, z. B. am Arbeitsplatz
oder eine starke Luftverschmutzung können die Entwicklung eines Lungenemphysems
begünstigen. Eher selten (2 % aller Emphysematiker) ist ein angeborener
Mangel an Eiweißstoffen, sog. Alpha-1-Antitypsin, die Ursache. Das wichtigste
Krankheitszeichen des Lungenemphysems ist die Atemnot, anfangs nur bei körperlicher
Belastung, später im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf auch in Ruhe.
Die Diagnose
Heute läßt sich mit der quantitativen Computertomographie (= CT)
die Zerstörung von Lungengewebe sehr genau nachweisen; eine frühzeitige
Erkennung der Erkrankung ermöglichen spezielle Lungenfunktionsverfahren.
Die Behandlung
Zu den Eckpfeilern in der Behandlung des Lungenemphysems gehören präventive
sowie allgemeine Maßnahmen (Meidung von inhalativen Noxen, Unterhaltung
körperlicher Aktivitäten und Physiotherapie, Infektprophylaxe, höherkalorische
Ernährung), Medikamente (bronchialerweiternde und antientzündliche
Medikamente) und in späten Stadien der Erkrankung Sauerstofflangzeittherapie,
nicht-invasive (auch häusliche) Beatmungsverfahren und chirurgische Interventionen
(operative Lungenvolumenreduktion, Transplantation).
Die Atemphysiotherapie
vermittelt diesen Patienten Selbsthilfetechniken zur Vermeidung eines Kollapses
der Atemwege bei der Ausatmung. Die bekannteste Technik ist die dosierte Lippenbremse;
sie ist in Ruhe und bei Belastung unkompliziert durchzuführen. |