Aufatmen Logo
Aufatmen in Deutschland Hessen Rheinland-Pfalz Nordrhein Westfalen Bayern

 

Hintergrund-Infos Krankheitszeichen Krankheitsbilder Krankheitsverbreitung Die Versorgung Adressen Suche Selbsthilfegruppen Ihre Anmerkungen Links Impressum
Zurück zur Startseite
Kontakt

Krankheitsbilder

 

Krankheitsbilder

 

Bronchitis

  • Sie ist gekennzeichnet durch Husten, Auswurf und später auch durch Atemnot.

Man unterscheidet folgende Formen:

  • akute Bronchitis
  • chronische Bronchitis
  • chronisch obstruktive Bronchitis.

Nachfolgend sollen die verschiedenen Formen der Bronchitis beschrieben werden.

Akute Bronchitis

Bei der Betrachtung der unterschiedlichen Formen der Bronchitis spielt zuallererst die sog. „akute Bronchitis“, also das, was man gemeinhin eine „Erkältung“ oder einen „Infekt“ nennt, eine wichtige Rolle. Wie es der Name schon anzeigt, handelt es sich dabei um eine Entzündung der Bronchien, die durch eine bakterielle oder virale Infektion hervorgerufen wird. Die große Verbreitung der Erkrankung ist für jeden nachvollziehbar, da jeder von uns mehr oder weniger oft von ihr betroffen ist.

Tritt die „akute Bronchitis“ gehäuft auf, so kann das bereits der Einstieg in eine „chronische Bronchitis” sein und sollte Anlaß zur fachärztlich-pneumologischen Konsultation sein, um einer nicht selten vorhandenen Gewöhnung an Beschwerden entgegenzuwirken. Wehret den Anfängen!

Chronische Bronchitis

Die Folgeerkrankung der akuten Bronchitis kann eine chronische Bronchitis sein. Viele Patienten glauben, die Ursache für ihre chronische Bronchitis sei die Umweltverschmutzung. Das kann, muss aber nicht so sein. Richtig ist, dass meistens das Rauchen – als die „innere Umweltverschmutzung" - Ursache der chronischen Bronchitis ist.

Die chronische Bronchitis ist vor allem gekennzeichnet durch anhaltenden, chronischen Husten, aber auch durch eine vermehrte Produktion von Bronchialschleim und durch beginnende Atemnot.

Wie eng die Beziehung zwischen Rauchen und chronischer Bronchitis ist, wissen viele Raucher. Sie kennen den sog. „Raucherhusten“, der – vor allem morgens – beim starken Raucher zu beobachten ist und der in erster Linie dazu dient, das Bronchialsystem vom Schleim zu befreien. In der Tat ist der mit weitem Abstand wichtigste Faktor beim Erwachsenen das inhalative Rauchen:
Zu 90 % ist die chronische Bronchitis der Erwachsenen durch das Rauchen verursacht und bei jedem 2. Raucher mit einem Alter von über 40 Jahren liegt eine chronische Bronchitis vor.

Weitere Faktoren sind arbeitsplatz- und umweltbedingte Luftverunreinigungen (z. B. Cadmium, Silikate, Isozyanate, Schwefeldioxid, Stickstoffoxide, Ozon). Diese wirken sich vor allem nachteilig aus, wenn ein Betroffener mehreren Schadstoffen gleichzeitig ausgesetzt ist. Auf der anderen Seite spielen erbliche Veranlagungen, frühkindliche Infektionen und das Geschlecht eine Rolle, so erkranken Männer 3x häufiger als Frauen an einer chronischen Bronchitis.

Kommt es immer wieder zu Husten, und bleibt er über einen längeren Zeitraum bestehen, spricht man von einer chronischen Bronchitis. Husten, der über Wochen anhält und immer wieder auftritt, kann natürlich auch andere Ursachen haben. Es gibt also vielerlei Gründe, eine genaue Abklärung der Ursachen dieses chronischen Hustens zu betreiben. Der Patient sollte deshalb nach Absprache mit einem Hausarzt einen Lungenfacharzt aufsuchen und eine entsprechende Abklärung anstreben.

Ein weiterer Faktor, der den regelmäßigen Arztbesuch notwendig macht, ist in der Tatsache
zu sehen, dass chronische Bronchitiker mehr als andere Bevölkerungsgruppen zu immer wiederkehrenden Infekten neigen. Die chronische Entzündung der Luftwege bietet für Infektionen durch Viren und Bakterien ideale Voraussetzungen. Die Infekte sind mit „harmlosen Erkältungen” nicht vergleichbar, weil sie das bereits geschädigte Bronchialsystem immer weiter schädigen und eine permanente Verschlechterung des Bronchialleidens verursachen.

Chronisch obstruktive Bronchitis

Ein beachtlicher Teil der chronischen Bronchitiker entwickelt im Laufe des Lebens eine Engerstellung der Atemwege (Atemwegsobstruktion), wodurch diese Patienten zunehmend an Atemnot leiden.

Wie bei der chronischen Bronchitis ist die Verschlechterung auch hier schleichend. So zeigt sich die Atemnot zuerst bei starker körperlicher Belastung, später dann aber auch schon bei leichteren körperlichen Tätigkeiten. Zuerst ist das Treppensteigen belastend, schließlich schon das normale Gehen.

Viele Patienten mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis bagatellisieren ihre Atemnot und führen sie auf alle möglichen Ursachen zurück: z. B. auf das zunehmende Alter oder auf das Körpergewicht. In den seltensten Fällen wird die chronisch obstruktive Bronchitis als Ursache für die schleichende Verschlechterung der körperlichen Belastbarkeit und die von Jahr zu Jahr sich verstärkende Atemnot gesehen.

Unbehandelt tritt der Tod bei Patienten mit dieser Erkrankung durchschnittlich 10 Jahre früher ein als bei Menschen mit einer gesunden Lunge. Die chronisch obstruktive Bronchitis und die daraus resultierenden Folgeerkrankungen (wie die „respiratorische Insuffizienz” und das "Cor pulmonale”) finden sich als Haupttodesursachen in den Statistiken großer Kliniken.

Die Diagnose
Die Diagnose chronische Bronchitis ergibt sich aus der Vorgeschichte und den Befunden der Lungenfunktion. In vielen Fällen ist die Diagnose mit einfachen Verfahren schnell möglich. Probleme ergeben sich bei Unsicherheit in der Zuordnung von Husten und Auswurf (siehe Abschnitt Husten) und bei immer mit in die Erwägung zu ziehenden Zweiterkrankungen. Hierbei ist die Frage nach dem Vorliegen eines Lungenkrebses von herausragender Bedeutung.

Die Behandlung
Wichtigste Präventivmaßnahme bei der chronischen Bronchitis bei Rauchern ist die Aufgabe des Inhalationsrauchens; sie kann zwar nicht den Leistungsverlust der Atmung wiederherstellen, wohl aber das Fortschreiten der Leistungsbegrenzung verlangsamen. Liegen weitere chemische und physikalische negative Einflüsse vor, ist Schadstoffvermeidung anzustreben, und dies gilt gleichermaßen für den Arbeitsplatz wie für das persönliche Umfeld. Die medikamentöse Therapie der chronisch obstruktiven Bronchitis beinhaltet wie beim Asthma bronchiale bronchialerweiternde und antientzündliche Medikamente.

Hat die Erkrankung zu einem Versagen der Atmung geführt, müssen Sauerstofflangzeittherapie und nicht-invasive (auch häusliche) Beatmung mit in die Therapie einbezogen werden.

Frühzeitig sind ambulante und stationäre Rehabilitationsmaßnahmen zu treffen; sie beinhalten Raucherentwöhnungsprogramme, muskuläres Training, atemerleichternde Gymnastik, adäquate Ernährung und gegebenenfalls Stabilisierung eines gestörten (sozioökonomischen) Umfeldes.

Die Atemphysiotherapie
hat ihren Schwerpunkt bei der Behandlung der chronisch obstruktiven Bronchitis beim Transport und der Elimination von Sekret. Das Erlernen eines „anti-obstruktiven" Verhaltens ist für diese Patienten von großer Bedeutung. Der Patient lernt unnötige Widerstandserhöhungen in den Atemwegen zu vermeiden. Durch spezielle Atemtechniken (z. B. dosierte Lippenbremse) kann das Kollabieren der Atemwege bei der Ausatmung verhindert werden.

Weitere Ziele sind die Verbesserung der Brustkorbbeweglichkeit und das Erhalten der individuellen Toleranz für Ausdauerbelastung.

aktualisiert am 07.04.2003

Anfang der Seite
 

 

Herausgeber:

 

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.
Die Deutsche Atemwegsliga e.V.
Die Deutsche Atemwegsliga e.V.
 

Mit Unterstützung von:

 
MSD Sharp & Dohme GmbH
Aufatmen Webdesign & Programmierung by spacerabbit.de Aufatmen Logo