Übersicht
Zum besseren Verständnis sollen die für die Homepage relevanten Krankheitsbilder
nachfolgend zusammen mit den Ursachen und den Diagnosen- und Behandlungsmöglichkeiten
kurz skizziert werden.
Dabei geht es um:
- Asthma bronchiale
- das nicht-allergische Asthma
- das allergische Asthma
- Bronchitis
- akute Bronchitis
- chronische Bronchitis
- chronisch obstruktive Bronchitis
- Lungenemphysem
- COPD
Asthma bronchiale
Asthma bronchiale ist eine häufige Erkrankung; sie betrifft etwa 10 %
der Kinder / Jugendliche und etwa 5 % der erwachsenen Bevölkerung. Im Kindesalter
stellt das Asthma bronchiale die häufigste chronische Krankheit überhaupt
dar. Weltweit ist ein Trend zur Zunahme der Prävalenz des Asthma bronchiale
zu beobachten, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Dafür werden
ursächlich diskutiert: veränderter Lebensstil (veränderte Hygienebedingungen,
geringe Kinderzahl, veränderte Ernährungsgewohnheiten, etc.) zunehmende
Belastung mit häuslichen und beruflichen Allergenen, Veränderungen
unserer Umwelt mit steigenden Konzentrationen inhalativer Reizstoffe, Interaktionen
von Schadstoffen der Umwelt mit Allergenen (z. B. Pollen).
1997 betrugen die Gesamtaufwendungen für Asthma bronchiale in der Bundesrepublik
Deutschland 4,2 Milliarden DM.
Bronchitis
Akute Bronchitis
Die akute Bronchitis ist eine der häufigsten
Krankheiten des Menschen überhaupt, und die höchste Rate viraler Infekte
der Atemwege betrifft Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter. Durchschnittlich
erkranken Schulkinder 2-6x im Jahr, Erwachsene 2-3x im Jahr an einer akuten,
in der Regel virusverursachten Bronchitis.
Chronische Bronchitis
Die Prävalenz der chronischen Bronchitis (= Husten und Auswurf) wird bei
der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland auf 10-12 % geschätzt;
sie ist demnach etwa doppelt so hoch wie die des Asthma bronchiale. Bei etwa
14 % der Erwachsenen ist mit einer Einschränkung des Atemflusses (= Verengung
der Atemwege) zu rechnen. Hochgerechnet aus den Angaben der AOK führt die
chronische Bronchitis jährlich zu etwa 25 Millionen Arbeitsunfähigkeitstagen,
für 1996 werden für alle obstruktiven Atemwegserkrankungen 2,7, Millionen
Krankenhaustage angenommen. Mit 12,3 Milliarden DM Gesamtkosten für 1997
gehören die chronische Bronchitis und die chronisch obstruktive Bronchitis
zu den teuersten Erkrankungen überhaupt.
Lungenemphysem
Etwa 400.000 Menschen leiden in Deutschland unter einem bedeutsamen Lungenemphysem,
etwa 2 % aller Emphysemerkrankten weisen einen angeborenen schweren Proteinaseninhibitormangel
(Alpha-1-Antitrypsin) auf, der die frühe Entwicklung eines Lungenemphysems
begünstigt. Die sozioökonomische Bedeutung des Lungenemphysems ist
aufgrund der unscharfen epidemiologischen Datenlage schwierig zu erfassen, da
fast immer, z. B. in Sterbestatistiken, der Anteil des Lungenemphysems als wichtige
Begleit- und Zweiterkrankung, z. B. bei Herzkranzgefäßerkrankungen,
unberücksichtigt bleibt. Für 1997 haben sich Gesamtkosten von 550,8
Millionen DM für das Lungenemphysem errechnet; die tatsächlichen Kosten
dürften aus den genannten Gründen aber deutlich höher liegen.
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